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FALSCH: SCNR = Schoko Krossies Nicht Rauchen
RICHTIG: SCNR = Sorry, Could Not Resist

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Vorweg ...

oder: Wie man Bürokraten dazu bringt, 10.000.- an Lizenzkosten im Jahr zu sparen

Dieser Text beschreibt die Einrichtung eines Linux-basierten Netzwerkes am Albert-Schweitzer-Gymnasiumin Hamburg. Es wird darauf eingegangen, warum Linux für Ausbildungsstätten im allgemeinen und Schulen im besonderen unter Umständen sehr gut geeignet ist. Es wird weiter erörtert, warum sich der Aufwand, Linux zu erlernen, auch und gerade für Leute mit "wenig Zeit für Bastelei im Computerraum" langfristig lohnt und warum man in der Regel keine Probleme haben sollte, die Benutzer in Linux einzuarbeiten.

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Linux an der Schule

"Drin!"

Ich gebs ja zu: Linux ist nicht Windows. Und wer mit diesem Gedanken an Linux herangeht, wird fast unumgänglich scheitern: es gilt, sich einige neue Konzepte anzueignen und diese auch produktiv einzusetzen. Es kann viel produktiver sein, sich einen Nachmittag hinzusetzen und die Grundlagen von Perlzu lernen, als 800mal mit dem Policy-Editor von Windows drei stupide Mausklicks durchzuführen (und das auch noch auf 40 verschiedenen Rechnern). Nein: es ist viel produktiver. Man muß sich nur einmal einen Ruck geben und es tun.

Zwanzig? Moooooooment!

Zwanzig gute Gründe, in einer Schule Linux einzusetzen, bzw. nicht (weiterhin) Windows zu benutzen.

Der ODS-Server vom Heise-Verlag

"Linux Light" - oder: für den gestreßten C-Raum-Betreuer.

Langfristige Investitionen

Wieso man sich die meisten Gedanken vor der Installation machen sollte.

Unser Server: Debian GNU/Linux

Warum wir uns für Debian GNU/Linux als Server entschieden haben.

Unsere Clients: Mandrake Linux

Auf unseren Clients läuft Mandrake Linux. Wie diese Rechner konfiguriert wurden und warum sie nach der initialien Anlaufzeit fast Null Wartung benötigen, erkläre ich hier.

Unsere Terminals: QNX, µLinux, etc.

Wir haben von diversen Firmen sehr viele Altcomputer gesponsert bekommen (auf denen Windows z.T. gar nicht läuft). Diese Computer werden als Surf/Mail-Terminals eingesetzt und laufen teilweise unter Linux, teilweise unter QNX.

Verfügbare und benutzte Software

Was für Software kann ich für die Ausbildung der Kinder einsetzen, was gibt es, um was muß man sich selbst kümmern und wie richte ich diese Software ein?

Ausbildung und Einweisung der Benutzer

Warum Lehrer den Unterschied zwischen Word und Staroffice sowieso nicht bemerken und wieso erstaunlich viele der interessierten Schüler sich mittlerweile mit LaTeX beschäftigen.

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Faszinierend.

Die Resonanz der Schüler und Lehrer auf die Linux-Umstellung, und wie die Linux-AG entstanden ist.

Es ist schon erstaunlich, wie interessiert die Kiddies heutzutage an Linux sind. Linux ist offensichtlich zu der Art "Kult" geworden, die eine Generation früher die Teenies dazu gebracht hat, wochen- und monatelang mit dem Lötkolben am Commodore rumzufuhrwerken, damit das Mandelbrot auf dem Floppycontroller-Chip noch schneller berechnet werden kann. Ja, so ein Programm gab/gibt es wirklich. :-)

Während die Lehrer sich eher zurückhaltend zeigten (und einige uns anfangs ansprachen, wie das denn weitergehen wird, wo sie doch gerade Word gelernt haben - nicht ärgerlich, eher ängstlich :-), war bei den Schülern das Interesse mächtig hoch - nur leider keiner da, der es fördern konnte. Daher wurde eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, deren Unterlagen hier verfügbar gemacht werden.

Linux Arbeitsgemeinschaft am ASG

Themen: Geschichte und Entstehung von Linux, Grundlagen (Verzeichnisstruktur, Grundprinzipien der Shell, ...), Weiterführendes (Reguläre Ausdrücke ...), Anwendungen (LaTeX, Dateiverwalter, ...)

Unsere Linux-AG beschäftigt sich nicht mit dem Installieren von Officeanwendungen und der Maus - das kann mittlerweile jeder selbst. Wir beschäftigen uns mit den Sachen, die einem Administrator - und auch einem fortgeschrittener Nutzer - das Leben erheblich erleichtern könnten. Für die Benutzer gilt: Klickt auf die von den Admins eingerichteten Menüeinträge und seid ruhig. :-)

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Achtung: Der erste Schuß ist immer umsonst

Warum man sich vor scheinbar sehr günstigen Microsoft-Lizenzen in Acht nehmen sollte

Linux ist in Schulen sehr beliebt geworden (zu Recht). Sehr viele Schulen setzen Linux mindestens als Server ein, und (mangels Hardware) kaufen von Firmen Lizenzen aus zweiter Hand für ältere Windows-95 Versionen (oder lassen sich diese sponsoren) für die Clients oder haben (wie wir) ebenfalls schon Linux auf den Clients.

Microsoft mag das gar nicht und ist zum Gegenangriff übergegangen. In den USA (hier steht das AFAIK in Konflikt mit diversen Gesetzen) gibt Microsoft im Rahmen eines Softwarepaketes eine Version von Windows 2000 für Schulen heraus, die nur Programme ausführt, die von Microsoft digital signiert wurden. Das bedeutet für eine Schule, die dieses Paket kauft:

  • es läuft auf diesen Systemen nur Microsoft-Software
  • noch einmal: es läuft weder Euklid noch Maple noch Turbo Pascal!

Natürlich liefert Microsoft jeweils (ältere Versionen von) allen möglichen Softwarepaketen mit, damit die Kiddies gleich das richtige lernen: Computer gleich Windows, Internet macht man mit Frontpage und das Internet läuft mit Windows-NT. </sarkasmus>

Ferner ist natürlich nur das System umsonst: Um Updates, Fixes, Support/Wartung und die Hardwarekosten muß man sich selbstredend selber kümmern. Wo stecken noch einmal die wirklichen Kosten bei Software? Jedenfalls meist nicht im Anschaffungspreis..

Zuletzt geändert: June 09 2003 13:02:03.   von Jens Benecke