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Einsatzgebiete von Linux

Linux wird primär da eingesetzt, wo die meisten anderen UNIX-Systeme auch eingesetzt werden: als Diener (Server), mit utoipsch klingender Hardware ausgestattet, um -zig Rechner im Netzwerk mit Daten und Rechenkapazität zu füttern, an denen dann die Angestellten sitzen.

Linux wird hauptsächlich da eingesetzt, wo eine sichere und stabile Umgebung wichtiger sind als hübsche, leicht zu bedienende Bildchen auf dem Bildschirm. Wenn Windows ein Golf ist, dann ist Linux ein Jeep. (Und dann ist Windows NT ein 18-Tonner Lastwagen mit Anhänger, in den Microsoft ein Golf-Cockpit eingebaut hat, um es den Umsteigern leichter zu machen - was auch bis zum ersten Mal Rückwärtsfahren gut gehen kann. :-) )

Wer sich dafür interessiert, wie Linux, die verschiedenen BSD-Varianten und andere Unices gegenüber Windows NT abschneiden, und was Leute sagen, die beide Systeme 'in combat' eingesetzt haben, der sollte sich mal hier umgucken:

we have the way in

Es gibt von dem Text auch eine deutsche Übersetzung, ich weiß alledings momentan nicht die genaue URL.

Sonstiges

Linux wird primär dort eingesetzt, wo seine Stärken liegen: im Netzwerkbereich. Zum Beispiel auf dem Server, auf dem diese Seite gerade von Dir abgerufen wird... Linux versteht sich von Haus aus mit (fast) jedem anderen Rechner. Es kann unter anderem (achtung, Fachwörterhagel) Novell Netware NCP/IPX, SMB/NetBIOS, TCP/IP, IPng/IPv6, Frame Relay, Amiga Ethernet, und 1001 andere Formate und Protokolle.

Es kann einen kompletten Windows NT Server nachbilden, und das mit völlig frei erhältlicher Software -- und es ist dann unter Last schneller (und sicherer) als das Original! Es kann das gleiche mit einem Novell (3.x) Server machen. Es kann als Internet Gateway für ein lokales Netz dienen, mit Firewallfunktionen (Schutz vor Angriffen von außen), Proxy/Cache (lokaler Puffer), NAT/Masquerading, usw. Es kann sämtliche Standarddienste wie FTP, WWW, News, Mail, telnet, gopher/wais, archie, und so fort. Das sind alles Einsatzgebiete, wo man für Windows NT schon wieder Zusatzpakete kaufen müßte, die durchaus preislich in die Tausender gehen. Und einen Router hinstellen, der inklusive eMail, Firewall, und Web-Administrieroberfläche (d.h. einfache Konfigurierbarkeit!!!) auf eine Floppy paßt, soll mir auch mal jemand mit Windows vormachen. Natürlich für lau.

"Bezahlen" tut man das mit etwas höherem Einstiegsaufwand, denn Linux ist ein Unix-System und Unix-Systeme lassen sich am besten per Kommandozeile, Editor und Konfigurations-Skripts bedienen. Dies ist eine unheimlich effiziente Art und Weise der Bedienung, aber man muß sich einarbeiten, und davor schrecken einige noch zurück. Daß man dieses Wissen dann größtenteils auf sämtliche anderen Unix-(ab)Arten übertragen kann ("Wer ein UNIX kennt, kennt alle!"), und daß man mit Unix ein System erhält, was man auch problemlos auf den Mond schießen kann (Voyager wurde von Debian GNU/Linux kontrolliert), ohne daß ständig jemand dabeistehen und aufpassen muß, merkt man oft erst, wenn man sich auskennt.

Linux - und Unix - sind komplexe Werkzeuge, nicht notwendigerweise "kompliziert", aber komplex. Man muß mehr investieren (Gehirnschmalz), aber man bekommt auch viel mehr geboten, wenn man investiert hat.

Weiter: Anwendungsprogramme für Linux

Zuletzt geändert am: 09.06.2003 23:44
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