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[JB] Computer / Linux ![]() |
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Wichtig: Diese Seiten sind hoffnungslos veraltet! Linux macht FuroreSeit einiger Zeit kristallisiert sich in vielen Computerzeitschriften eine Alternative zur Microsoft-Diktatur heraus. Nachdem IBM sich mit OS/2 nicht genug Mühe gegeben hatte, es vernünftig im Privatsektor zu vermarkten (wohlgemerkt: im Privatsektor! Großkunden geben immer noch sechsstellige Summen für OS/2-Systeme und Software aus!), schickt sich ein gerade frisch erwachsen gewordenes, freies UNIX-System an, den "Großen" mal gehörig das Fürchten zu lehren. ...Hä?Für viele stellt sich dann zum ersten Mal die Frage: Was ist eigentlich Linux? () Es gibt keine Firma, die es produziert, es ist im Internet "aufgewachsen" (anders kann man es schon fast nicht mehr bezeichnen). Es gibt keine "offizielle" Version, die man kaufen kann, sondern "Distributionen" von verschiedenen Firmen, die dann auch den Support übernehmen. Es ist "frei", aber nicht unbedingt umsonst. Ein paar Links:
Diese scheinbaren Widersprüche werden sich bald aufklären - und daß man mit Linux nicht alleine dasteht, obwohl es keine "offizielle" Entwicklungsfirma gibt, bezeugt zum Ballspiel, daß Red Hat Linux 5.0 1997 von einer amerikanischen Computerzeitschrift zum "Best Supported Product of the Year" gewählt wurde. Und das bezog sich noch nicht einmal auf den Support durch Red Hat, sondern hauptsächlich durch die fabelhaften Hilfestellungen im UseNet, z.B. in comp.os.linux.setup und die vielen Dokumentationen, die bei jedem(!) Linux dabei sind (bei Red Hat Linux hat man, wenn man alle Dokumentationen installiert (aber nichts doppelt), ungefähr 150 MB an Textdateien auf der Platte - das entspricht etwa 50'000 A4-Seiten gedrucktem Text(!). Natürlich werden auch Rechecheprogramme und Suchfunktionen mitgeliefert <g> :-)
Ja, ja, ... aber was IST denn nun Linux?Die kurze Antwort: Ein Betriebssystem für fast jede Art von Hardware. Wie Windows, allerdings halt nicht nur auf Intel(kompatible) PCs beschränkt, sondern es läuft auf fast jeder Art von Computern, die es heutzutage gibt. Selbst auf Palm Pilots, IBM Mainframes, Armbanduhren und auf der PlayStation II von Sony, auf der es als Spiele-Plattform eingesetzt werden wird. (Nein, das ist kein Witz!)
Die lange Antwort: Ein Universitätsprojekt der Universität Helsinki
unter der Leitung von Linus Torvalds, der damit Anfang der 90er
Jahre begann, weil er für sein Studium UNIX-Kenntnisse brauchte, sich
aber keines der "großen kommerziellen" Unices (das ist der Plural von
UNIX!) leisten konnte. Er hielt sich auch noch selbst für
größenwahnsinnig genug, um sein eigenes Betriebssystem in Angriff zu
nehmen :-) Und die kam. Und wie sie kam :-) Innerhalb von ein paar Monaten hatte er sein eigenes weltweites Diskussionsforum im UseNet (damals comp.os.linux), und einige tausend(!) freiwillige Helfer, die ihm das eine oder das andere in sein Betriebssystem einbauten. Immerhin war Linus ehrlich und fing bei den Versionen bei 0.01 an zu zählen, und war erst bei 1.0.0 angelangt, als er auch der Meinung war, man könnte es jetzt einem reinen Benutzer vorwerfen. Anders als so manche andere Firma ... Heute zählt man, wenn man den freiwilligen Countern glauben will, die es im Internet gibt und wo sich jeder User eintragen kann (aber nicht muß), gut 30 Millionen Linux-User weltweit, und das sind nur die, die es bewußt nutzen. Etwa 80% aller Rechner, die das Internet ausmachen, sind UNIX-Systeme, und davon mittlerweile (angeblich) fast 50% Linux oder FreeBSD (ein weiteres freies UNIX). Sagen wir es mal so - Du benutzt auch gerade Linux, denn der Rechner auf dem diese Website liegt, läuft unter Linux (und der bedient noch vierzig andere Seiten parallel dazu, manche mit über hundertmal soviel Datentransfer). Kapitel:
Die unendliche Geschichte
Und, wenn ihr immer noch nicht genug habt, liegt
hier
ein kleiner Beitrag aus dem Usenet, der die Anfänge von Linux mal
aus der Sicht von Linus Torvalds schildert. Natürlich auf Englisch.
:P Ironie, Pragmatismus oder einfach Realismus?Russische Architekten wurden früher gezwungen, ganz oben in ihren selbstgebauten Häusern zu wohnen - damit sie sie ja auch stabil genug konstruieren. Ich favorisiere die gleiche Behandlung für Windows-Entwickler. Denn: Warum sollte ich Windows benutzen, wenn Microsoft es nicht einmal selber benutzt? ![]()
Zuletzt geändert am: 16.06.2003 00:00
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