Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Menu verstecken/anzeigen [Jens Benecke: ]
 Menü [JB] Computer / Linux
ACHTUNG: Diese Seite ist hoffnungslos veraltet und wurde seit ca August 2000 nicht mehr aktualisiert!

Wichtig: Diese Seiten sind hoffnungslos veraltet!

Linux macht Furore

Seit einiger Zeit kristallisiert sich in vielen Computerzeitschriften eine Alternative zur Microsoft-Diktatur heraus. Nachdem IBM sich mit OS/2 nicht genug Mühe gegeben hatte, es vernünftig im Privatsektor zu vermarkten (wohlgemerkt: im Privatsektor! Großkunden geben immer noch sechsstellige Summen für OS/2-Systeme und Software aus!), schickt sich ein gerade frisch erwachsen gewordenes, freies UNIX-System an, den "Großen" mal gehörig das Fürchten zu lehren.

...Hä?

Für viele stellt sich dann zum ersten Mal die Frage: Was ist eigentlich Linux? () Es gibt keine Firma, die es produziert, es ist im Internet "aufgewachsen" (anders kann man es schon fast nicht mehr bezeichnen). Es gibt keine "offizielle" Version, die man kaufen kann, sondern "Distributionen" von verschiedenen Firmen, die dann auch den Support übernehmen. Es ist "frei", aber nicht unbedingt umsonst.

Ein paar Links:

Diese scheinbaren Widersprüche werden sich bald aufklären - und daß man mit Linux nicht alleine dasteht, obwohl es keine "offizielle" Entwicklungsfirma gibt, bezeugt zum Ballspiel, daß Red Hat Linux 5.0 1997 von einer amerikanischen Computerzeitschrift zum "Best Supported Product of the Year" gewählt wurde. Und das bezog sich noch nicht einmal auf den Support durch Red Hat, sondern hauptsächlich durch die fabelhaften Hilfestellungen im UseNet, z.B. in comp.os.linux.setup und die vielen Dokumentationen, die bei jedem(!) Linux dabei sind (bei Red Hat Linux hat man, wenn man alle Dokumentationen installiert (aber nichts doppelt), ungefähr 150 MB an Textdateien auf der Platte - das entspricht etwa 50'000 A4-Seiten gedrucktem Text(!). Natürlich werden auch Rechecheprogramme und Suchfunktionen mitgeliefert <g> :-)

Ja, ja, ... aber was IST denn nun Linux?

Die kurze Antwort: Ein Betriebssystem für fast jede Art von Hardware. Wie Windows, allerdings halt nicht nur auf Intel(kompatible) PCs beschränkt, sondern es läuft auf fast jeder Art von Computern, die es heutzutage gibt. Selbst auf Palm Pilots, IBM Mainframes, Armbanduhren und auf der PlayStation II von Sony, auf der es als Spiele-Plattform eingesetzt werden wird. (Nein, das ist kein Witz!)

Die lange Antwort: Ein Universitätsprojekt der Universität Helsinki unter der Leitung von Linus Torvalds, der damit Anfang der 90er Jahre begann, weil er für sein Studium UNIX-Kenntnisse brauchte, sich aber keines der "großen kommerziellen" Unices (das ist der Plural von UNIX!) leisten konnte. Er hielt sich auch noch selbst für größenwahnsinnig genug, um sein eigenes Betriebssystem in Angriff zu nehmen :-)
Sein "kleines Projekt" hat er dann im Internet publik gemacht mit dem Vermerk "Leute, guckt euch das mal an und sagt mir, was ihr davon haltet" und auf Resonanz gewartet.

Und die kam. Und wie sie kam :-) Innerhalb von ein paar Monaten hatte er sein eigenes weltweites Diskussionsforum im UseNet (damals comp.os.linux), und einige tausend(!) freiwillige Helfer, die ihm das eine oder das andere in sein Betriebssystem einbauten. Immerhin war Linus ehrlich und fing bei den Versionen bei 0.01 an zu zählen, und war erst bei 1.0.0 angelangt, als er auch der Meinung war, man könnte es jetzt einem reinen Benutzer vorwerfen. Anders als so manche andere Firma ...

Heute zählt man, wenn man den freiwilligen Countern glauben will, die es im Internet gibt und wo sich jeder User eintragen kann (aber nicht muß), gut 30 Millionen Linux-User weltweit, und das sind nur die, die es bewußt nutzen. Etwa 80% aller Rechner, die das Internet ausmachen, sind UNIX-Systeme, und davon mittlerweile (angeblich) fast 50% Linux oder FreeBSD (ein weiteres freies UNIX). Sagen wir es mal so - Du benutzt auch gerade Linux, denn der Rechner auf dem diese Website liegt, läuft unter Linux (und der bedient noch vierzig andere Seiten parallel dazu, manche mit über hundertmal soviel Datentransfer).

Kapitel:

Die unendliche Geschichte

Und, wenn ihr immer noch nicht genug habt, liegt hier ein kleiner Beitrag aus dem Usenet, der die Anfänge von Linux mal aus der Sicht von Linus Torvalds schildert. Natürlich auf Englisch. :P
Gleichzeitig gibt er ein paar Tips, wie man vorgehen sollte, wenn man sich sein eigenes Betriebssystem schreiben will. Vielleicht ist das was für Dich. :-)

Ironie, Pragmatismus oder einfach Realismus?

Russische Architekten wurden früher gezwungen, ganz oben in ihren selbstgebauten Häusern zu wohnen - damit sie sie ja auch stabil genug konstruieren. Ich favorisiere die gleiche Behandlung für Windows-Entwickler. Denn: Warum sollte ich Windows benutzen, wenn Microsoft es nicht einmal selber benutzt?


Zuletzt geändert am: 16.06.2003 00:00
(c) 2003 Jens Benecke. Verlinkung dieser Seiten generell erlaubt, ich übernehme KEINE Verantwortung für externe Links (z.B. zu Google-Suche).
Details hierzu und zur Verantwortung über den Inhalt der Seiten hier.
Alle Artikel auf dieser Seite sind lediglich MEINUNGSÄUSSERNGEN.
[Apache Logo] [Debian Logo] [PHP Logo] [Perl Logo] [MySQL Logo] [Postfix Logo]