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[JB] Mann + Frau / Sprachlicher Sexismus ![]() |
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From: Volker Gringmuth <einklich@gmx.net>
Subject: Re: S: Karikatur zum Thema "Sexistische Pluralformen" Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch Date:Fri, 14 Nov 2003 20:35:30 +0100 Message-ID: <bp3eah.3vvl88f.1@h1.einklich.net> Dirk Krämer (Dirk_Kraemer@gmx.de) wrote:
Verfügt jemand von euch über eine Karikatur, die diese Form Die schönste mir bekannte Karikatur dazu ist nicht grafisch, sondern rein textlich - ich habe sie hier unter der Bezeichnung "frauengerechte Bibelübersetzung" schon des öfteren zitiert. "Jeder und jede, der oder die von diesem Wasser trinkt, den oder die wird wieder dürsten; jeder und jede aber, der oder die von dem Wasser trinken wird, das ich ihm oder ihr gebe, den oder die wird nicht mehr dürsten in Ewigkeit, denn das Wasser, das ich ihm oder ihr geben werde, wird in ihm oder ihr zu einer Quelle ..." Hätte Jesus tatsächlich so gesprochen, die Frau hätte den Jakobsbrunnen mit hysterischem Geschrei verlassen. Seine Wertschätzung gegenüber der Frau bestand in der Tatsache, daß sie ihm als Person wichtig war, und nicht in seiner Grammatik. Und das könnte einklich auch heute noch so sein ... ... mit anderen Worten: Wer mehr Wert legt auf die Pflicht des "-in" hinter jedem zweiten Nomen, als auf das, was eigentlich gesagt werden soll, der braucht gar nicht erst zuzuhören. Männer beschweren sich auch nicht, daß andere Begriffe in unserer Sprache das weibliche Geschlecht abbekommen haben. Viel besser noch: Liebe Bürgermeister, Bürgermeisterinnen, Bürgerinnenmeister und Bürgerinnenmeisterinnen! Oder sind das jetzt Bürgerinnenmeistereusen? oder -meisteranten? oder ...? Man kann alles übertreiben. Allerdings finde ich Begriffe wie "herrlich" bzw. "dämlich" ungeschickt, bzw. ungerecht. Die Wörter sind Teil unserer Sprache, und sie sind (IMHO) nicht geschlechtsspezifisch zu verstehen, auch wenn sie danach klingen.
Zuletzt geändert am: 02.11.2004 15:36
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